2. E-Jugend SV Blau-Gelb Berlin
  Für die Eltern!
 
Liebe Eltern,

dass Sie uns Ihr Kind anvertrauen. Wir werden alles tun, damit Kinder und Eltern sich bei uns wohlfühlen. Nachstehend möchten wir Sie darüber informieren, worauf es uns im Kinderfussball ankommt.
Das Wichtigste zuerst:
Das Erlernen fußballspezifischer Techniken oder gar taktischer Verhaltensweisen ist in dieser Altersgruppe nicht vorrangig. Das heißt allerdings nicht,dass die Kinder bei uns nicht Fußballspielen lernen! Den Ball in eine vorgegebene Richtung schießen, mit dem Ball am Fuß laufen, ihn ohne Hilfe der Hände anzuhalten, Tore schießen und Tore verhindern. An diese Grundelemente des Fußballs werden wir die Kinder in verschiedenen Spielformen und vor allem mit Fußballspielen heranführen.
Genauso wichtig aber ist es, dass die Kleinen bei uns lernen werden,
- sich in der Gruppe Gleichaltriger zurechtzufinden,
- in einer Mannschaft ein gemeinsames Ziel zu verfolgen,
- mit Siegen und Niederlagen angemessen umzugehen
- Gegenspieler zu respektieren,
- (Spiel)- Regeln zu akzeptieren und einzuhalten.
 
Weiterhin wird Ihr Kind
- eigene Ideen im Umgang mit Sportgeräten entwickeln,
- allgemeine Bewegungserfahrungen in unterschiedlichen Spielsituationen sammeln,
- seine koordinativen Fähigkeiten wie Gewandtheit, Geschicklichkeit und das Reaktionsvermögen verbessern und
- Spaß und Freude am Fußball und am Vereinsleben entwickeln.
 
Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie im Fußballtraining Ihres Kindes gelegentlich Bewegungsspiele beobachten, die auf den ersten Blick mit Fußball nichts zu tun haben: Klettern, Balancieren, Hüpfen, Werfen, Springen usw. sind grundlegende Fertigkeiten, die verbessert werden sollen und einer langfristigen, behutsamen Entwicklung von "Fußball-Fertigkeiten" zugute kommen werden. Selbstverständlich bleiben Fußball und das Fußballspielen der Kern des Trainings.
Natürlich werden wir auch Spiele gegen andere Mannschaften austragen! Uns geht es dabei nicht darum, möglichst viele Spiele zu gewinnen. Wir möchten vielmehr, dass sich alle Kinder viel bewegen und Spaß am Spiel haben. Kinder in diesem Alter halten sich auf dem Spielfeld noch nicht an bestimmte Positionen oder Aufgaben. Dazu ist ihr Spieltrieb viel zu ausgeprägt. Wir wollen die Kleinen aber ganz bewusst noch nicht auf bestimmte Positionen festlegen. Als Eltern bestimmen Sie ja auch nicht schon jetzt, welche weiterführende Schule Ihr Kind später einmal besuchen soll...
Kinder lernen am meisten, wenn sie Spielerfahrungen auf allen Positionen sammeln. Daher werden wir sie von Spiel zu Spiel oder auch innerhalb eines Spiels Positionen tauschen lassen. Es versteht sich sicher auch von selbst, dass jedes Kind mal ausgewechselt wird, damit andere spielen können. Eine Auswechselung darf im Interesse der Kinder nicht davon abhängig gemacht werden, ob jemand gut oder weniger gut gespielt hat. Grundsätzlich sollen im Spiel unserer Jüngsten noch keine persönlichen Bewertungen vorgenommen werden. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Wir freuen uns über Siege! Allerdings wollen wir nicht um jeden Preis gewinnen, dass z.B. Schwächere ausgewechselt werden, einige gar nicht zum Einsatz kommen oder die Kinder durch frühzeitige Festlegung auf Positionen wie "letzter Mann" oder "beschäftigungsloser/überforderter" Torwart keinen Spaß am Fußball haben. 
Diese Informationen sind uns so wichtig, dass wir die Briefform gewählt haben. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie häufig beim Training begrüßen könnten. Die Trainer sind für jede Anregung und jedes offene Wort dankbar.





Ihr Kind ist natürlich der beste Spieler in der Mannschaft. Sorgen Sie dafür, dass jeder in Ihrer Nähe dies auch mitbekommt. Legen Sie stets Wert darauf, dass Ihr Kind sich auch selbst für den einzig wahren Fußballer hält.

Bei Niederlagen sind selbstverständlich ausschließlich die anderen Mitspieler schuld. Erklären Sie Ihrem Sprössling, dass er auf Sie hören soll und nicht auf die von Unkenntnis geprägten Hinweise des Trainers.
Der Trainer ist ja „eigentlich ganz nett“ aber vom Fußball hat er nun wirklich keine Ahnung.

Versprechen Sie Ihrem Kind für jedes von ihm geschossene Tor 5,-- €.
Warum auch den Ball unnötig zum Mitspieler abgeben, wenn Ihr Kind 
selbst gut genug für Alleingänge ist. Außerdem fördert es den Offensivfußball

Laufen Sie am Spielfeldrand immer auf Ballhöhe !!! So können Sie das Spiel am besten kontrollieren und die Spieler sowie den Trainer lautstark auf ihre Fehler aufmerksam machen.


Diskutieren Sie nachdrücklich mit dem Schiedsrichter !
Schließlich sehen Sie an der Seitenlinie ohnehin alles besser !
Mit kleineren Beleidigungen und Beschimpfungen können Sie ihn sicherlich zu einer besseren Leistung anspornen.

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Kursiv ist vom Schaffi
-Der Rest von der Fachsportschule
 
Das habe ich einmal für unsere Elternschaft aus dem Internet abgeschrieben. Es geht hierbei um Kinder und Jugendliche im Jugendfußball und wurde von mehreren Sportfachschulen erarbeitet....Ich habe mich mal bewusst auf das Thema "Eltern" gestürzt, um einmal in Erfahrung zu bringen, wo Eltern HELFEN aber auchin manchen Situationen WENIGER NÜTZLICH sein können! Die Überschrift des Kapitels hieß Elternarbeit bei Kindermannschaften.
 
 
Elternarbeit:
 
Bei den Kindern im Alter von 4-8 Jahren ist es i.d.R. normal, dass sich unsere Elternschaft an den Aktivitäten unserer Kleenen beteiligt. Zum Einen, weil sich die Kinder noch nicht alleine auf den Weg zum Fußball machen können, zum Anderen, weil die Eltern ihre Kinder in diesem Alter noch nicht irgendwo alleine hingehen lassen wollen, weil sie sich selbst zu viele Sorgen machen, dass etwas passieren könnte.
 
In der ORGANISATION rund um den Fußball sind die Eltern sehr hilfreich und oftmals sogar die Garanten dafür, dass der Spielbetrieb überhaupt aufrecht erhalten werden kann.
 
Trotzdem ist es enorm wichtig vor der Saison dafür zu sorgen, dass der Trainer mit seinem Team glasklare Regeln für die Eltern aufstellt. Leider bleibt es nie dabei, dass die Eltern ihr Kind "nur" anfeuern und lautstark unterstützen, sondern sie mischen sich vielmehr in die vorher an die Kinder verteilten Anweisungen des Trainers ein.
Die Kinder hören natürlich auf ihre Eltern und geraten schnell in einen großen Konflikt, weil sie nicht genau wissen, was sie machen sollen.
Der Trainer hat in dieser Lage nur eine Chance "Herr der Lage" zu bleiben, wenn er den Eltern unmissverständlich klar machen kann, nicht in die Trainerarbeit einzugreifen.
 
Um dieses ausreichend zu gestalten bietet sich vor der Saison ein Elternabend an. Es muss dort erklärt werden in welche Gewissenskonflikte Eltern ihre Kinder bringen, und ihre gut gemeinten Anfeuerungen völlig anders vom Kind aufgenommen werden.
Die Kinder der Minis und der F-Junioren sind total überfordert, wenn sie von allen Seiten die verschiedensten und gegensätzlichsten Anweisungen erhalten.
 
Darüber hinaus erhalten die Kinder in den seltensten Fällen wirklich "kindgerechte" Zurufe, mit den sie auch etwas anfangen können. Die kognitive Aufnahmefähigkeit eines 5-7jährigen Kindes reicht nicht aus, um allgemeingültige Anweisungen differenzieren zu können.
 
Sehr oft gehörte und sich konsequent wiederholende Rufe sind:
 
"Ihr müsst besser decken!"
"Spielt über die Flügel!"
"Hier fehlt ein Abwehrspieler!"
"Nicht in den Rücken spielen!"
"Nur Stellen!"
oder auch "Lass den Ball laufen!"
 
 
Solche Kommentare erschallen ständig über den Platz, wenn die Kinder im o.a. Alter spielen. In der Regel können sie mit den Anweisungen nichts anfangen. Hier bedarf es einer klaren Ansprache u.a. mit der Namensnennung des Betroffenen. Noch wichtiger ist, dass eine Anweisung vom Trainer kommt und nicht von einem Elternteil. Das Kind muss erkennen, dass es im Fußball nur und ausschließlich auf den Trainer zu hören hat. Den Sinn und Grund hierfür kann man noch außer Acht lassen, aber nur so kann sich das Kind auf eine Sache konzentrieren und daran wachsen.
Die Eltern sollten sich darauf reduzieren - ohne weniger wichtig zu sein - ihre Kinder POSITIV zu unterstützen und deren Selbstbewusstsein zu stärken. Gerade auch, wenn ein Spiel haushoch verloren gegangen sein sollte. Sie beteiligten Kinder haben ein 0:13 nach kurzer Zeit vergessen, während sich die Eltern damit nicht abfinden können und ihre schlechte Stimmung oder Betroffenheit darüber über weite Strecken - nicht selten bis nach Hause - transportieren und somit auf die KINDER übertragen.
Dadurch entsteht ein völlig unnötiger Leistungsdruck, denn Kinder in diesem Alter sollen durch Spaß an den Fußball herangeführt werden und der Begriff Fußball "SPIELEN" sollte wirklich beherzigt werden.
 
Zudem wird empfohlen, im Spiel erzielte Tore mit Belohnungen zu begleiten!
Oftmals hört man, dass z.B. der fußballbegeisterte Opa seinem Enkel für jedes Tor zwei Euro  schenkt. Diese gut gemeinte Motivation kann aus der Erfahrung wiederum einen Druck ausüben und zusätzlich Egoismus konstruieren.
Der torhungrige Enkel wird dann wahrhaftig ans Geld denken und vergisst darüber seine Mitspieler. Da sich der Mannschaftsgedanke in diesem Alter erst entwickelt, kann ein solcher Ansporn kontraproduktiv wirken.
 
Eltern helfen ihren Kindern und dessen Trainern nur, wenn sie sich auf "DASEIN" beschränken und sich so wenig wie möglich einmischen.
Probleme gibt es eigentlich beim Fußball von Kindern diesen Alters nur in den Köpfen der Erwachsenen.
Wenn der Trainer organisatorisch ( fahren, am Spieltag Snacks für die Mannschaftskasse verkaufen, Trikots waschen, für gute Stimmung sorgen, etc. ) unterstützt wird, kann er sich auf die Betreuung der Spieler konzentrieren. was allen Beteiligten nur zu Gute kommen wird. Die Eltern müssen versuchen LOSZULASSEN und auch einen "anderen" akzeptablen Umgangston vom Trainer tolerieren. Die Kinder erweitern hierdurch ihre Interaktionsfähigkeiten, stellen sich problemlos darauf ein, gewinnen an Lebenserfahrung und sind flexibler, als es sich ihre Eltern vielleicht vorstellen können.
 
Als "Ritual", denn Strukturen jeder Art sind für Kinder wichtig und hillfreich, kann eingeführt werden, dass die Kinder, wenn sie von Ihren Eltern gebracht werden und sich auf dem Sportgelände bereits auskennen, ab einem bestimmten Punkt
( z.B. Parkplatz ) alleine zu ihrem Trainer oder Mitspielern gehen dürfen. Die Eltern halten sich dann im Hintergrund, können natürlich auch den Trainer begrüßen und dann nur noch als Zuschauer fungieren. Es ist sogar schon den "KLEINEN" peinlich, wenn sie an der Hand von Mama bis auf den Sportplatz geführt werden. Kinder sind zufrieden, wenn sie wissen, dass ein Elternteil da ist und sich für sie interessiert. Später können sie dann aufgeregt und begeistert von ihrem Training oder Spiel berichten, haben in ihren Eltern einen Zuhörer, trainieren ihre verbale Ausdrucksfähigkeit und haben einen eigenen Lebensraum, der IHNEN gehört und von dem man regelmäßig spannende Ereignisse berichten kann. Genauso als ob der Vater oder die Mutter abends vom Job berichtet.
 
 
Liebe Eltern, ich hoffe, dass ihr "uns" Trainer durch diese fachlich fundierte Darlegung weiterhin etwas besser verstehen könnt, worum es uns geht, wenn wir Euch darum bitten, sich am Spielfeldrand unauffällig zu verhalten oder die Mannschaft gemeinschaftlich positiv anzufeuern ( z.B. Ingrid-Pabst-Pokal ).
Bitte NIEMALS die Leistungen der Spieler schlecht reden.
 
 
Danke für EUER ALLER Mithilfe.
 
Ähnliche Verhaltensmuster habe ich auch bei uns Trainern ausmachen können, auch hier gibt es bestimmte Verhaltensregeln an die man sich halten sollte. Diese werde ich dann morgen vorstellen......(siehe Trainer )
 
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